Einleitung
Die jüngste Zoom-Konferenz unseres Vereins „Forschung im Freien“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie bedeutend digitale Austauschformate für die Bildungslandschaft des 21. Jahrhunderts sind. Expertinnen aus ganz Europa und Interessierte aller Altersgruppen kamen virtuell zusammen, um über selbstbestimmtes Lernen, alternative Schulmodelle und die Rolle von Vereinen wie dem unseren zu diskutieren. Dieser Blogartikel fasst die wichtigsten Impulse zusammen, beleuchtet zentrale Erkenntnisse und bietet für Neugierige die Möglichkeit, sich die Veranstaltung im Nachhinein anzuschauen.
1. Warum digitale Vernetzung so wichtig ist
Gerade in einer Zeit, in der sich Lern- und Lebensmodelle stark verändern, bietet eine Online-Konferenz enorme Vorteile:
- Niedrige Einstiegshürden: Familien und Pädagog*innen aus verschiedenen Ländern konnten sich zuschalten, ohne reisen zu müssen.
- Hohe Flexibilität: Ob am Schreibtisch, am Küchentisch oder gar aus dem Wohnmobil – der virtuelle Raum wurde zur gemeinsamen „Klassenzimmer“-Erfahrung.
- Europaweit verbunden: Die Teilnehmenden kamen aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien und anderen Ländern. So entstand ein vielfältiger Austausch, der Kulturen, Sprachen und ganz unterschiedliche Bildungsmodelle zusammenführte.
Diese digitale Vernetzung ist ein wichtiger Baustein für selbstbestimmtes Lernen, da Wissen und Erfahrungen ortsunabhängig geteilt werden können.
2. Expertinnen aus ganz Europa – ein Überblick
Insgesamt beteiligten sich rund zehn Speakerinnen, die aus ihren jeweiligen Perspektiven wertvolle Impulse gaben. Ein kurzer Überblick:
- Dr. Helena Richter (Deutschland)
- Bildungsforscherin und Mutter zweier Freilerner
- Vortrag: „Selbstbestimmtes Lernen zwischen Theorie und Praxis“
- Aurora (Italien)
- Gründerin der Addon Schule
- Schwerpunkt: Inklusion und freie Lernorte in Italien
- Marta Fernández (Spanien)
- Unschooling-Coach, begleitet Familien beim Übergang zum selbstbestimmten Lernen
- Berichtete von den rechtlichen Herausforderungen in verschiedenen Regionen
- Nadja Müller (Österreich)
- Erzieherin & Outdoor-Pädagogin
- Beitrag zu „Lernen in und mit der Natur“
Jede Expertin beleuchtete ihr Thema in einem 15-minütigen Impulsvortrag, gefolgt von einer gemeinsamen Diskussionsrunde. Dabei wurde klar, wie eng ähnliche Bewegungen in ganz Europa miteinander verwoben sind.
3. Inhalte & zentrale Learnings
3.1 Selbstbestimmtes Lernen im 21. Jahrhundert
Ob WorldSchooling, Unschooling oder freie Lerngruppen: Es existiert kein Patentrezept, doch alle Referentinnen betonten, dass Interesse, Neugier und Eigeninitiative der Schlüssel zu nachhaltigem Lernen sind. Kinder lernen am effektivsten, wenn sie:
- Themen eigenständig wählen
- In ihrem Tempo arbeiten
- Rückhalt aus einer unterstützenden Gemeinschaft erfahren
3.2 Die Rolle von Vereinen wie „Forschung im Freien“
Mehrere Sprecherinnen hoben hervor, welche Bedeutung Vereine haben können, um:
- Eltern und Kinder zu vernetzen
- Gemeinschaftsbildung zu fördern (z. B. am Meisterhof oder an anderen Standorten)
- Rechtliche und organisatorische Hilfestellungen für Familien zu leisten, die sich für freies Lernen interessieren
- Infopool für Erfahrungsberichte, Workshops, Online-Treffen aufzubauen
Für viele war es beruhigend zu hören, dass sie nicht „alleine“ sind – in ganz Europa wachsen netzwerkartige Strukturen, die sich gegenseitig stützen und ergänzen.
3.3 Praxisnahe Beispiele
In mehreren Breakout-Sessions konnten Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen austauschen:
- Kombination von Digital und Präsenz: Familien berichteten, dass sie sich digital vernetzen, aber regelmäßig an einem zentralen Ort (z. B. dem Meisterhof) treffen, um die Gemeinschaft zu festigen.
- Kooperationen mit lokalen Anbietern: Beispielsweise in Italien, wo Aurora einen Lernort geschaffen hat, der eng mit Betrieben, Landwirten und Künstlern kooperiert – so werden Alltag und Lernen eng verknüpft.
- Reise- und Projektberichte: Weltreisende Familien stellten vor, wie sie unterwegs Schulpflicht, Projektarbeiten und Online-Veranstaltungen unter einen Hut bekommen.
4. Spannendste Erkenntnisse aus der Diskussion
- Rechtliche Vielfalt
- In einigen europäischen Ländern ist Homeschooling oder Unschooling relativ unkompliziert, in anderen sehr eingeschränkt. Ein klarer Wunsch: Mehr Vernetzung, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
- Bedürfnisorientiertes Lernen
- Egal, ob online oder offline: Am meisten profitieren Kinder, wenn sie ihre Neigungen ausleben dürfen und gleichzeitig vertrauensvolle Begleiter*innen an ihrer Seite haben.
- Nachhaltigkeit & Gemeinschaft
- Viele Teilnehmende sahen in selbstbestimmtem Lernen einen Beitrag zu einem achtsameren Umgang mit sich, anderen und der Umwelt. Beispiele: Permakultur-Gärten, gemeinsames Kochen, Retreats im Freien, etc.
5. Videoaufzeichnungen & weiterführende Links
Für alle, die nicht live dabei sein konnten oder bestimmte Vorträge noch einmal sehen möchten, haben wir die Videoaufzeichnungen auf unserer Vereinsplattform hochgeladen. Du findest sie unter:
- (Hier könnte ein Link zur internen Mediathek oder zu einem passwortgeschützten Bereich auf der Vereinswebsite folgen.)
Zusätzlich empfehlen wir folgende Websites zum Vertiefen der Themen:
- Addon Schule von Aurora (Italien) (Link einfügen)
- Europäisches Netzwerk für Freies Lernen (Link einfügen, falls vorhanden)
- Forschung im Freien – Impressum, Vision & Mission (interne Verlinkungen)
6. Fazit & Ausblick
Die Online-Konferenz hat einmal mehr gezeigt, dass digitale Formate eine große Chance sind, Menschen an unterschiedlichen Orten zusammenzubringen, damit sie sich über selbstbestimmtes Lernen austauschen und gegenseitig stärken. Für „Forschung im Freien“ ist das ein wichtiger Schritt, unser Netzwerk weiter auszubauen und die Idee von WorldSchooling, Unschooling und gemeinschaftlichem Leben voranzubringen.
Große Resonanz: Die vielen Fragen und Beiträge aus dem Chat bewiesen, wie hoch das Interesse an neuen Bildungswegen ist. Wir freuen uns darauf, diese Impulsgebung in künftigen Online- oder Präsenztreffen zu vertiefen – unter anderem bei den geplanten WorldSchooling-Tagen oder handwerklichen Workshops am Meisterhof.
Du hast noch Fragen oder möchtest Erfahrungen teilen?
Schreib uns gern eine Nachricht oder komm in unsere nächste Zoom-Konferenz. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Lernens!